Volkstanz und Volksmusik Veranstaltungs Fotos

  • Volkstanz ist ein Tanz, der für verschiedene ethnische Gruppen charakteristisch ist. Meist in traditionellen Kostümen bei verschiedenen Veranstaltungen aufgeführt. Jede Nation hat ihre eigenen Tänze.
  • Der ungarische Volkstanz: Er verbreitete sich im 16. Jahrhundert, bzw. von dort haben wir die ersten Aufzeichnungen. Damals waren Masken- und Zeremonientänze oder Korsetttänze und Militärtänze beliebt.
  • Die Elemente des ungarischen Volkstanzes sind nicht nur der Csárdás, Legényes und Karikazó, sondern jede Region hat ihre eigenen spezifischen Tänze.

Die frühesten Volkstänze in Europa, auch in Ungarn, waren die Kreistänze des Mittelalters.

  1. Die kontrollierten Einzel- und Paarformen des ungarischen Volkstanzes entstanden zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert.
  2.  Unter den Tanzarten sind der Botolo, der Legényes und der Karikazó die älteren Tanzstile, während z.B. der Csárdás und der Verbunkos die neueren Tanzstile darstellen. 
  3. Die früheste Periode des ungarischen Volkstanzes war durch das Tanzen an sakralen Orten gekennzeichnet, wovon die synodalen Dekrete zeugen, die das Tanzen in Kirchen und auf Friedhöfen sowie das Trosttanzen während verschiedener Zeremonien verboten.
  4. Diese galten als fast heidnische Riten, bei denen diejenigen, die Masken trugen, oft "von Dämonen besessen" waren. 
  • Die Quellen, die aus dem Mittelalter überliefert sind, betonen die Bedeutung von Kreistänzen und Kotillions, die auch als Hecken- und Freundestänze bekannt sind. Im 17. Jahrhundert waren Kreistänze an den Fürstenhöfen, im Adel, im Bürgertum und in der Bauernschaft weit verbreitet.
  • Heute nur noch als Reifentanz bekannt, ist diese Art von Tanz - getanzt vom gleichen Geschlecht und begleitet von Gesang - die am besten erhaltene Erinnerung an den Kreistanz. 
  • Ein weiterer Tanz des Mittelalters war der Totentanz, der sogenannte "Bene Vendel", ein Tanz aus dem südtransdanubischen Raum, der die düstere Atmosphäre des Todes heraufbeschwören und bewahren sollte.
  • Zur frühen Tanzperiode gehören auch Tänze, die bei Beerdigungen und Trauerzügen aufgeführt werden. 
  • Aus dem 16. und 17. Jahrhundert können wir von der Existenz des hajdút-Tanzes sprechen, der in einigen Berichten als Schafstanz bezeichnet wird.
  • Neben der militärischen Funktion (Siegestanz, der als Herausforderung in der Hitze des Gefechts durchgeführt wird) wird er in zeitgenössischen Quellen als duellartiger Kampf oder Schaukampf beschrieben.
  • Es beinhaltet auch Husaren- und Waffentänze. 
  • In diesem Jahrhundert entstand auch der geschlossene Paartanz (Dreh- und Wirbeltänze), eine neue Dimension des Paartanzes, die von hochreligiösen Schriftstellern sogar als "Stepptanz" bezeichnet wurde. Im 17. Jahrhundert begannen die Polonaise und die Mazurka, die polnische Tänze sind, Europa zu erobern.
  • Bald erschienen ungarische Versionen der in anderen europäischen Ländern in Mode gekommenen Gesellschaftstänze, wie die Maus, das Fass und der Schoßtanz. 
  • Im 18. und 19. Jahrhundert zeigen die Bilder ein tanzendes Paar mit einer Waffe, deren Erinnerung durch das Stangenpaar bewahrt wird.
  • Charakteristisch für die Zeit ist auch das Aufkommen des springenden Paartanzes und des sogenannten Schäfertanzes. Auch der Verbunk, der Csárdás und die Junggesellen sind in dieser Zeit heimisch.